Archiv der Kategorie: Törnberichte

Segelprüfung mit Wind und Regen

Segelprüfung mit Wind und Regen

Kurz und knapp zurerst das Wichtigste: alle Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer haben bestanden!

16 Segelprüfungen, 11 Motorbootprüfungen Binnen und 7 Motorbootprüfungen See sind heute abgelegt worden. Bei dem teilweise heftigen Wind und dem mal mehr (oder selten weniger) Regen keine leichte Aufgabe für die Prüflinge. Damit geht die Ausbildungssaison positiv zu Ende.

 

Weserabenteuer-2019

Weserabenteuertörn 2019

Zora und Zebulon an der Lesum

Der Wind

blies mit 5-6 Bft aus West und so kreuzten wir weserabwärts, zusammen mit einigen größeren Yachten. Gut, wenn man die Vorfahrtsregeln noch parat hat. Auch gut ist der Blick auf’s Wasser vor einem. Da sieht man schon die nächste Windböe, die zwischen den Werfthallen hindurchpfeift.

Das Wochenende…

am 10./11. August sollte wieder ein Weserabenteuer-WE werden. Benny hatte die Zora schon nach Vegesack gebracht und am Samstagmorgen trafen sich die Crews an der Lesummündung. Die Zora mit Benny, Jan und Philipp und Zebulon mit Julian, André und Ali. Es war ordentlich Wind angesagt und so starteten wir gut gerefft bei um 11:00 Hochwasser.

Begegnung vor der Lürssen-Werft bei Lemwerder
Zora segelt vor der Käseinsel

Hinter Blumenthal/Motzen

zeigt sich die Weser von ihrer schöneren Seite. Die Spundwände, Industriehallen und Steinböschungen weichen hellen Sandstränden und grünen Baumgruppen. Der Strom wird breiter und allerlei Tonnen wollen sauber umsegelt werden. Dazu kommen dann Seeschiffe in imposanten Größen.

Die Sonne…

lies sich auch bald blicken und der Wind flaute etwas ab. So refften wir aus und segelten mit Rauschefahrt raumschots die Weser hinab.

Ein Frachter überholt uns
Dunkle Wolken von hinten

Die Wolken…

hinter uns wurden doch bedenklich dunkel und wir bekamen dann doch zwei-drei kurze Regenschauer ab. Das störte aber keinen, denn kurz danach hatten wir unser geplantes Ziel erreicht.

Es wird nass

Hinter Harriersand…

liegt der „Rechte Nebenarm“, so die offizielle Bezeichnung. Dort ist ein prima Ankerplatz. Geschützt durch einen langen Damm liegt man dort inmitten der Natur.

Ein Blick auf die Seekarte
Smalltalk auf dem Vordeck

Vor Anker…

legten wir die Boote ins Päckchen (d.h. nebeneinander) und Ali kochte Spaghetti für alle. Der Ene oder Andere machte noch ein Nickerchen und dann sprangen (fast) alle ins gar nicht so kühle Nass. Bei Ebbe sind dort riesige Bänke aus weichem Schlick in dem man vorzüglich herumtoben kann. Beim Zurückschwimmen zu den Booten gab es allerdings einige Schwierigkeiten, gegen den nun einsetzenden Flutstrom gegenan zu kommen.

Regenpause unter der Kuchenbude

Der Hafen von Sandstedt…

fällt bei Ebbe trocken und der Grund besteht, wie der Name schon sagt, aus festem Sand. Deshalb ist das für Kielboote wie die Zora nichts. Bei Flut allerdings ist dort genug Wasser und wir fuhren mit alle Mann mit der Zebulon hinein. Bei der dortigen Imbissbude gibt es Bier, Pommes, Burger etc, und wir kehrten dort zum Abendmal ein.

Bevor es dann richtig dunkel wurde, kehrten wir zur Zora zurück. Auch die Gänse am Himmel flogen in eleganten Formationen in ihr Nachtquartier.

Im Hafen von Sandstedt
Der Hafen von Sandstedt mit Radarturm
Der Mond ist aufgegangen

Am nächsten Morgen…

mussten wir früh raus, um mit auflaufendem Wasser zurück nach Bremen zu segeln. Vorher gab noch es Kaffee und Rührei für alle.

Dann ging es bei Wind und Sonnenschein mit vielen Kreuzschlägen zurück nach Hause.

Der Hafen von Brake

Wo gehobelt wird…

fallen Späne, und auch beim Segeln geht gerne mal was kaputt. Bei Zebulon war’s das Fenster der Fock, bei Zora die Großschot, die Motorhalterung und die große Stak-Stange.

Trotzalledem…

hat es allen Riesenspaß gemacht. Manch einer war erstaunt, wie schön es an der Unterweser ist. Und wenn man zusammen zwei Tage am Stück unterwegs ist, kann man eine Menge lernen.

Auch im nächsten Jahr gibt’s wieder eine Neuauflage, vielleicht mal auch mit drei oder vier Booten.

Großschot kaputt
Motorhalterung kaputt
Abgebrochen

Kohlfahrt

der SUB vom 9.2.2019 oder „Mama Laudaaaa“

Die obligatorische Wanderzeremonie

Wer in Bremen lebt

braucht mindestens eine Kohlfahrt pro Jahr, da führt wohl kein Weg dran vorbei. Und als einer der beliebtesten Segelvereine in Bremen konnten wir uns das natürlich nicht nehmen lassen. Dank der tollen Organisation von Petra wurde das Event für den 9.2. terminiert. Bestes Bremer Regenwetter konnte uns nicht aufhalten und am Treffpunkt an der Uni um 15 Uhr fanden sich dann früher oder später alle 12 Teilnehmer ein.

Die liebevoll von Petra gebackene Verpflegung und natürlich diverse Flüssignahrung wurden im Bollerwagen verstaut und los ging es. Oder auch nicht, eine Startrunde musste natürlich sein. Schon hier wurde deutlich, dass Mitglieder mit einem größeren Schnapsglas um den Hals evtl. einen leichten Nachteil (manche würden es auch Vorteil nennen) bei der Getränkeverteilung haben könnten…

Petra kennt den Weg

Wir liefen durch

na ja nennen wir es mal leichten Nieselregen, in Richtung Park. Begleitet wurde die Tour von einer sorgsam von Jens ausgewählten Playlist (etwas schlagerlastig vielleicht, aber scheinbar hört man das an der Uni Bremen so). An jeder Straßenecke, Kreuzung und später auch nach Belieben machten wir natürlich pflichtbewusst Pausen zum Trinken (die Aufrechterhaltung einer ausreichenden Trinkmenge soll ja gesundheitsfördernd sein, hatten wir gehört).

Wir zogen durch das schöne Bremer Umland und spielten, weil das ja bei Kohlfahrten so üblich ist, das ein oder andere Spiel. Mit „MacBook-Weitwerfen“ (hat ja keiner behauptet, dass die SUB keine Gelder zur Verfügung hätte..) und „Stifte-in-Flaschen-Einfädeln“ vertrieben wir uns die Zeit. Über den Ausgang der Spiele müssen wir hier nicht reden, nur so viel: es gab ein klares Sieger-Team.

Die Flaschen leerten sich, die Gespräche wurden zwar immer interessanter aber die Wünsche nach Essen, Toilettenpausen und anständigem Schnaps (wer kauft denn bitte Erdbeere?!) mehrten sich, so dass wir froh waren (sehr pünktlich um 18 Uhr) unser finales Ziel „Emma am See“ zu erreichen. Nachdem endlich (und nur deshalb waren wir ja alle da…) der Kohl auf den Tisch kam, gab es kaum noch Halten und alle schlugen sich den Bauch voll.

Es ist angerichtet

So, und nun

zum Höhepunkt der Veranstaltung: Die Krönung des SUB-Kohlkönigs 2019. Petra schlich mit einer hübschen aufblasbaren Krone um den Tisch und setzte sie schließlich (gar nicht so einfach bei diversen Ausweichbewegungen) Kris auf den blonden Schopf.
Nach dem Eröffnungstänzchen (beeindruckend, ihr beiden :-)), war die Tanzfläche eröffnet und ich würde sagen, wir haben sie gerockt!
Niemanden hielt es lang auf den Stühlen, die Musikauswahl des DJ war vorzüglich, vielleicht hat sich der ein oder andere an den Ballermann erinnert gefühlt, aber auch die Rocker unter uns kamen auf ihre Kosten.
„Mama Laudaaa“ war wohl der meistgespielte (und neben dem PUR Partyhitmix) der meistgefeierte Song des Abends und König Kris und sein Gefolge tanzten entsprechend angemessen. Gegen Ende lagen sich noch diverse Kohlfahrer zu Robbie Williams „Angels“ in den Armen und feierten den schönen Abend.

Es lebe der Kohl-König

Gegen 0:00

hatte der DJ dann kein Erbarmen mehr mit uns und setzte uns vor die Tür. Man soll ja gehen, wenn es am schönsten ist. Jens und Kris brachten den Bollerwagen (und die Reste der Mac Books) dann noch zur Uni zurück und wir fielen alle, beseelt von einem schönen Abend, ins Bett. Am nächsten Tag hatte wohl noch der Eine oder die Andere einen Ohrwurm von, ähm.. „MAMA LAUDAA“. Komisch…

Danke, Petra für die Organisation dieser tollen Kohlfahrt, mögen noch viele weitere folgen.
König Kris wird sich für 2020 sicherlich etwas schönes überlegen.
Bericht von Katharina Wehr

Maritimes Sommerfest der SUB mit Regatta

Noch ist das Regatta-Feld dicht zusammen

Neben alten Segelhasen

saßen auch einige Neuzugänge und ein paar stolze Neubesitzer des Sportbootführerscheins in geselliger Runde zusammen. Auch von ein paar trägen Wespen ließen sich die Vereinsmitglieder den leckeren Schmaus nicht vereiteln.

Am Wind ging es weseraufwärts

Nach knapp zwei Stunden

auf dem Wasser und trotz einiger Verwirrung bezüglich der vorgegebenen Strecke kamen zuerst die „Kolk“, dann der „Seefalke“ und danach die „Zebulon“ unter großem Jubel über die Ziellinie. Die Crews legten wieder an und die Boote wurden sorgfältig an ihren Liegeplätzen festgemacht.

Jens am Schwenkgrill
Jens hat alles im Griff
Segelboot "Zebulon" verlässt den Hafen
Die Zebulon-Crew

Bei bestem Sommerwetter

lud die SUB am Samstag, den 18. August zu einem maritimen Sommerfest im Hemelinger Hafen mit gemeinsamem Grillen und anschließender Regatta ein. Gegen 12 Uhr wurde der Grill angefeuert und nach und nach trafen die SUBler mit jeder Menge selbstgemachter Köstlichkeiten im Gepäck ein.

Zeit zum Fachsimpeln am Grill
Zeit zum Fachsimpeln am Grill

Als die Kohle

verbrannt war und sich alle am Nachtisch gütlich getan hatten, wurden Teams für die Regatta gebildet. Um 15 Uhr stießen dann 12 mutige Segler auf 3 Booten vom Hemelinger Hafen aus in See, um ihr Können zu zeigen und als erste die freundschaftliche Regatta zu beenden. Bei gutem Wind und strahlendem Sonnenschein wetteiferten die drei Teams auf der „Kolk“, dem „Seefalken“ und der „Zebulon“ auf dem Weg zur A1-Brücke um die Gunst der Jury. Dabei zählte jeder Versuch einen Vorsprung zu erreichen.

Polyvalk-Jolle Seefalke im Heimeliger Hafen
Die Seefalke-Crew

Wieder an Land

konnten sich die erschöpften Segler bei wohlverdientem Kaffee und Kuchen erholen und über ihre Strategien, Wind- und Strömungsverhältnisse diskutieren. In einer feierlichen, kleinen Siegerehrung erhielt jeder stolze Regattateilnehmer und –teilnehmerin eine persönliche Urkunde und einen kleinen Preis.

Es war genug für alle da

Nach einem vorbildlichen Sommertag

in lustiger Gesellschaft traten die SUBler nach und nach wieder den Heimweg an. Besonderer Dank gilt an dieser Stelle noch den vier Organisatorinnen und Organisatoren Petra, Michael, Michael und Jens, die keine Zeit und Mühe gescheut haben, um dieses schöne Treffen möglich zu machen. Das Sommerfest war ein voller Erfolg und das nächste Event ist schon in Planung!

Polyvalk "Kolk" beim setzen der Segel auf der Weser
Die Kolk-Crew setzt die Segel
von Julia Marie Degenhardt, Fotos Michael Zellhorst, Petra Ruckdäschel, Ali Eichelbach

Inseltörn mit Spätlese

Die Nordsee wie die Südsee

Drei Mann, ein Schiff und vier Tage. Das war das Motto von Mirko, Markus und Ali. Der Sommer 2018 war ja wirklich eine Pracht und was gibt es schöneres, als im 22° warmen Nordseewasser zu den ostfriesischen Inseln zu segeln. Gleich um 8:00 ging es durch die Schleuse auf die Jade hinaus. Die Segel gesetzt und mit Kurs Nord ging es stromab Richtung Wangerooge.

Mit Blister unterwegs nach Wangerooge
Immer den Prickenweg lang

Manchmal dachten wir

es wäre schön, einen Kühlschrank an Bord zu haben. Wenn der nächste Sommer wieder so wird, sollte man ernsthaft darüber nachdenken. Anderererseits: ein warmes Jever am Abend hat auch was.

Sonnenuntergang an der Nordsee
Die Sonne geht schlafen

Angeln

Von unserem Nachbarn hatten wir einen Tipp bekommen: bei Flut in der Otzumer Balje auf der 10-Meter-Linie warten die Makrelen. Er hätte dort schon 173 Stück gefangen. Und tatsächlich- schon nach wenigen Würfen mit der Angel holte Mirko gruppenweise Makrelen an Bord. Das Abendessen war gesichert.

Angeln im Seegatt
Sieben Makrelen auf der Cockpitbank
Sieben auf einen Streich, das muss gleich geposted werden

Neuharlingersiel…

war unsere nächste Station. Dort war gerade wieder ein Rummel mit Riesenrad, Fressbuden und vielen Urlaubern aus NRW. Jeder von uns bekam ein Eis, dann gab’s ein Selfie mit dem örtlichen Schützenverein und dann ging_s wieder los auf See.

In Neuharlingersiel an der Spundwand
Mann fotografiert Figuren im Hafen von Neuharlingersiel
Im Hafen von Neuharlingersiel

Von der Reise

hat Mirko ein kleines Video gemacht, das wir euch nicht vorenthalten wollen:

Mann steht am Mast vom Segelboot auf der Nordsee
Man kann die Fock mit dem Bootshaken ausbaumen

Bei Minseroog

wurde der nun entgegenkommende Flutstrom so stark, das wir Plan B aktivieren mussten. Mit Motor ging es durch die Blaue Balje ans Wangerooger Ostende. Wir gingen vor Anker und nach der Mittagspause war genug Wasser da, um durch die Telegrafenbalje weiter nach Spiekeroog zu segeln.

Segelyacht vor Anker im Priel vor Minseroog
Vor Anker im Priel
Drei Prickeln im Wattenmeer
Hier beginnt der Prickenweg
Blick in die Kajüte

Am nordwestlichen Ende

geht es von der Otzumer Balje in die sogenannte „Blaue Lagune“., ein mittlerweile sehr beliebter Ankerplatz. Durch die hohe seewärtige Sandbank liegt man dort sehr geschützt un. Das legendäre „Old Laramie“ ist nur einen Schwammwurf weit und zum Campingplatz sind es knapp 13 Minuten zu Fuß.

Segelyachten vor Anker in der Blauen Lagune vor Spiekeroog
In der Blauen Lagune vor Spiekeroog
Vor Anker mit Stand-Up-Paddel-Yoga-Gruppe
Das Laramie auf Spiekeroog am Nachmittag
Das Laramie am Nachmittag (noch nix los)

Zurück auf der Jade

legten wir noch einen Stopp im Hooksieler Vorhafen ein. Ein weiteres Mal sei hier Ingos Fenderbrett zu loben, womit wir direkt an der Spundwand anlegen konnten. Kurz nach uns legte ein heimischer Krabbenkutter an, und wir kauften bei ihm eine große Schale der frisch gekochten Tiere. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurden wir zu perfekten Krabbenpulern und nach knapp zwei Stunden bekam jeder ein halbes Pfund Krabben mit Spiegelei serviert.

Krabben frisch vom Kutter
Mann isst Krabbenbrot mit Spiegelei auf Segelboot
Krabbenbrot mit Spiegelei

Spargeltörn mit Seefalke

Erdbeer-Sorbet „Faucon du Mer“

Vor dem Europahafen

konnten wir doch noch segeln und nutzen das voll aus. Zufrieden kamen wir nach etwa drei Stunden im Hafen an und wurden schon mit kühlen Getränken und frischgebackenem Rhabarberkuchen herzlich empfangen.
Gegen 18 Uhr fand sich die Bootsgruppe im Hafencasino ein und wurde mit einem leckeren Spargelessen in lustiger Runde verwöhnt. Da einige der Gruppenmitglieder am vorherigen Sonntag ihre Segelpraxisprüfung bestanden hatten, konnten die Ersten schon stolz ihre neuen SBF-Führerscheine vorweisen. Außerdem wurde auf die Geburt des ersten „Seefalken“-Babys angestoßen.

Im Europahafen
Unser Ziel

Am Samstag

den 09. Juni trafen sich vier Mitglieder der Bootsgruppe „Seefalke“ mittags am Hafen in Hemelingen, um mit dem Polyvalken zum Europahafen zu segeln. Hier sollte am Abend ein leckeres Spargelessen mit 3-Gänge-Menü im Hafencasino Trucker Stop mit der Bootsgruppe stattfinden.
Die Crew des „Seefalken“ machte sich also bei sommerlichen Temperaturen um die 30 Grad auf den Weg. Nach kurzer Wartezeit vor der Schleuse, die wir uns mit ein paar Leckereien vertrieben, wurden wir in der Großschiffahrtsschleuse geschleust. Nicht viele Mitglieder der SUB werden das schon einmal erlebt haben, da sie nur aufgrund der derzeitigen Revision der Kleinschiffahrtsschleuse genutzt wird.

In der großen Schleuse

Nach diesem kleinen Abenteuer stellte sich der Wind leider als recht schwach und zum Segeln ungeeignet heraus. Es wurde dennoch eine schöne Tour bei strahlendem Sonnenschein vorbei an vielen anderen Wassersportlern und Badegästen an den Weserufern. Auch die anfängliche Sorge, dass der „Seefalke“ mit Mast zu hoch für eine der sieben Brücken auf der Strecke sein könnte, bestätigte sich aufgrund des niedrigen Wasserstands zum Glück nicht.

Gegen 16 Uhr

lag der „Seefalke“ dann wieder mit aufgerichtetem Mast sicher an seinem Platz im Hafen. Es war ein wirklich schöner Törn und wir bedanken uns bei allen, die sich mit viel Mühe und Engagement für ihr Gelingen eingesetzt haben. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!

Polyvalk-Jolle Seefalke im Heimeliger Hafen
Die Seefalke-Crew

Nach einer kurzen Nacht

fanden sich die beiden Törnplaner am Sonntagmorgen wieder im Europahafen für den Rückweg ein. Nach anfänglichem Regen, der bei Kaffee abgewartet wurde, wurden die beiden aber mit herrlichem Segelwetter belohnt und konnten sich noch einmal richtig austoben. Mit Kentern der Tide machte sich die verkleinerte Crew mit gelegtem Mast auf zurück nach Hemelingen.

Wo die Weser einen großen Bogen macht…

SUB-Skipperinnen-Training

Im Hafen von Malchow

Die Platzverhältnisse

auf Jolly Jumper waren recht beengt für vier Frauen. Dementsprechend hatten wir auch die Schalenkoffer zuhause gelassen und das Schuhsortiment ziemlich eingeschränkt.

Morgenstund hat Gold im Mund

Im Morgengrauen

des 25. Augusts machten wir uns in Malchow auf den Weg in Richtung Plauer See. Schon das Ausparken aus der Box war eine kleine Herausforderung, die wir natürlich locker mit links meisterten. Auch das Mastlegen gelang auf Anhieb. Dank unserer Jolly Jumper Bootsgruppe, die mit ihren technischen ausgefeilten Refit-Raffinessen -in diesem Fall einem Stoßdämpfer am unteren Mastende- das Boot sehr frauenfreundlich ausgestattet hatte, wurde der Kraftakt früherer Zeiten nun zum Kinderspiel für die tatkräftigen Frauenhände.

Als kleiner Wermutstropfen

entpuppte sich einzig und allein Freund Motor. Manches Mal launisch wie eine zickige alte Diva, wollte er ständig von vielen Frauenhänden bearbeitet werden, bis er sich dann endlich mal bequemte anzuspringen. Dank ihres großen Einfühlungsvermögens und sensiblen Geschicks entpuppte sich glücklicherweise Alex als „Motorflüsterin“ und hatte unseren Kumpel nach drei Tagen ganz gut im Griff. Die Sache ist sicherlich noch ausbaufähig.

Alles in allem ein super Törn und gerne wieder!

Unter dem Motto „Selbst ist die Frau“

fand vom 24. bis 28. August der erste „SUB-Skipperinnen-Training“ Auswärtstörn statt. Diesmal ohne die helfenden Hände und die Obhut unserer SUB-Segel-Helden waren wir nun ganz auf uns allein gestellt. Ausgangspunkt war der Heimathafen Malchow, in dem unsere Jolly Jumper Ihre Sommermonate verbringt.

Was in unserer

genderfreundlichen Segelgemeinschaft mittlerweile fast schon zur Normalität gehört, war tief im Osten auf den MeckPommschen Seen offensichtlich noch eine Ausnahmeerscheinung.

„Da sind ja nur Weiber an Bord“,

vernahmen wir des Öfteren anerkennend aus der Richtung vorbei ziehender „Miet-Mich-Motor-Bratzen“, auf denen bierbeseelte Sportskanonen auf Kegel-Freizeit ihr Unwesen trieben. Nun denn, jedem das Seine.

So verbrachten wir

fünf Tage und Nächte auf dem Wasser, lediglich unterbrochen durch zwei kurze Landaufenthalte zum Frisch-Wasser-Bunkern und zum Aufnehmen unserer vierten Frau. Obwohl der Wind nicht gerade üppig wehte, war doch angesichts des traumhaften Sommerwetters, der vielen Sonnenstunden und des klaren einladenden Badewassers um uns herum, die Stimmung einfach unschlagbar. Vor allem die romantischen Sonnenuntergänge auf lauschigen Ankerplätzen bei einem guten Gläschen Rot- oder Weißwein, werden uns nun bald über den nächsten Winter retten.

Wir möchten nicht versäumen

der Jolly Jumper Bootsgruppe und den beiden Bootswarten Leo und Jürgen unseren herzlichen Dank und unsere Anerkennung auszusprechen. Ihr habt ein echtes Schmuckstück aus unserer einstmals miefigen VEB-Klassikerin gemacht, auf der man – und jetzt auch frau – tolles Törns und Urlaube verbringen kann. Klasse Jungs!

Mit seglerischen Grüßen
„Die Skipperinnen“
Antje, Inga, Alexandra und Kornelia

Weserabenteuertörn 2016

In der Weserwehrschleuse

Segeln kann man

auch ohne Motor und so schleppte Zora Zebulon aus dem Hafen. Dann ging es unter Segeln flott weiter. Karat ging schnell in Führung, dahinter Zora und Zebulon als schwerstes Boot übernahm Platz drei. Mit Westwind 3 Bft nahmen wir Kurs auf Sandstedt. Im rechten Nebenarm hinter Harriersand wollten wir die Nacht vor Anker verbringen. Zora und Zebulon legten sich dort vor Anker und unter der Kuchenbude gab es erstmal Räuberkaffee ohne Milch mit 5-Minuten-Terrine. Dabei wurde erster Unmut über die Proviantzusammenstellung laut. Drei Sorten Marmelade aber keine Butter und keine Milch.

Ankern im Dreier-Päckchen

Am nächsten Tag

fuhren Lars und Heiko noch mal in den Sandstedter Hafen, um im Ort noch den Proviant nachzubessern. Dann ging es mit frischem Wind hinaus auf die Unterweser. Diesmal wollten wir dichter zusammenbleiben, das Ziel sollte der Sportboothafen Elsfleth sein. Der Wind hatte noch etwas zugelegt und blies mit 5 Bft aus West. Ali und Kornelia fuhren deshalb in die Abdeckung der Braker Hafenpier, um dort ein Reff einzubinden. Kurz darauf kam ein DLRG-Boot angerauscht. Es gab aber nichts zu retten und wir bedankten uns für die Aufmerksamkeit.

Lars beim Frühsport

An Land

gibt es ein italienisches Restaurant, das abends das EM-Viertelfinale Deutschland-Italien zeigen wird. Da orderten wir gleich einen Tisch. Sehr gute Pizza zu zivilen Preisen – was will man mehr. Beim 1:1 Ausgleich der Italiener spendierte der Wirt eine Runde Grappa. (Beim abschließenden Elfmeterschießen hat er sich das dann doch anders überlegt).

Frühstück an Bord
Alle zusammen

Zora und Karat starteten

mit Benny, Heiko, Lars und Ali um halb neun im WVH. Mit gelegtem Mast ging es durch die Weserwehrschleuse weserabwärts bis zum Europahafen. Da warteten Inga und Kornelia und auch schon das erste Malheur: vom Zebulon-Motor war das Anreißseil gerissen. Zum Glück hatte Ali noch einen zweiten Motor zuhause, den kleinen Evinrude, der im letzten Jahr an der Zebulon hing. Die Motoren wurden getauscht, und Malheur N°2, er ging nach fünf Minuten wieder aus (zu heiß). Jemand (Name der Redaktion bekannt) hatte ihn im Winter repariert, offenbar nicht richtig.

Schönes Wetter!?

Karat war

in den Sandstedter Hafen gefahren und lag dort trocken. Nach zwei Stunden aber kam sie aber auch dazu und ging längsseits. Inzwischen hatte ein solider norddeutscher Landregen eingesetzt und prasselte lustig auf die Persenning. Bei Petroleumlicht und Kerzenschein lasen Ali und Inga dann aus den Buch „Abel mit der Mundharmonika“ vor. Eine Geschichte von drei Jungs und einem Segelboot, die in den dreißiger Jahren spielt, genau dort, wo wir jetzt gerade waren. Der Flutstrom hatte inzwischen den Anker ins Rutschen gebracht, und Benny verholte mit der Zora unser Dreier-Päckchen wieder ein Stück stromauf. Wir nahmen jetzt mal den Zora-Anker mit reichlich Leine. Der hielt wirklich besser im Weserschlick. Und das alles im Regen und im Dunkeln. Inga und Kornelia hielten noch eine Stunde Ankerwache, der Rest haute sich aufs Ohr.

Karat auf der Unterweser
Karat am Wind
Zora und Karat beim Reffen

Mit dem ersten Reff

im Groß ging es dann weiter. Zora und Karat hatten inzwischen an einer Boje vor Harriersand festgemacht, um dort das gleiche zu tun. Mit Sonne und dramatischen Wolken ging es mit einigen Kreuzschlägen flott weiter. Zebulon war dann als erstes Boot an der Elsflether Hafenschleuse und legte passgenau unter Segeln an. Der Schleusenwart ist auch Hafenmeister und kassierte moderate 6€ pro Boot. Duschmarken gibt’s auch bei ihm. Am Steg vom Segelverein Elsfleth fanden wir drei Plätze nebeneinander und machten dort erst mal klar Schiff.

Drei SUB-Boote zusammen

Am nächsten Morgen

starteten wir dann um 8:30, um mit auflaufendem Wasser zurück nach Bremen zu segeln. Wind und Sonne meinten es gut mit uns und erst, als wir im Europahafen festgemacht hatten, kam ein Regenschauer runter. Zora und Karat fuhren dann noch weiter zurück nach Hemelingen.

Alle hatten viel Spaß und waren überrascht, was für ein schönes Segelrevier die Unterweser doch ist.

Bis auf das Anreißseil war alles heil geblieben, keiner fiel ins Wasser und Sonnenbrand gab’s auch nicht – was will man mehr.

Zora segelt heim

Gut gesegelt?

Wenn ihr mögt, könnt ihr gerne einen kleinen Bericht über eure Segelabenteuer schreiben. Klasse wäre es auch, wenn ihr ein paar Fotos davon habt. Schickt das Ganze an webmaster@sub-bremen.de und dann veröffentlichen wir das gerne hier.